Motivation ist kein Tool – sie ist ein Ergebnis

Veröffentlicht am 9. Jänner 2026 um 11:17

PERMA als Denkmodell für Motivation im Arbeitsalltag

Motivation gehört zu den meistdiskutierten Themen im Arbeitskontext. Führungskräfte, HR-Verantwortliche und Organisationen suchen nach Wegen, wie Mitarbeitende engagiert, leistungsfähig und langfristig gesund bleiben. Oft wird dabei nach dem richtigen Instrument oder der passenden Methode gesucht.

Dabei wird etwas Zentrales übersehen:
Motivation lässt sich nicht verordnen. Sie entsteht.

Ein hilfreicher Bezugsrahmen, um Motivation besser zu verstehen, ist das PERMA-Modell aus der Positiven Psychologie, entwickelt von Martin Seligman.


Was PERMA ist – und was nicht

PERMA ist kein Führungsstil und kein Management-Tool.
Es ist ein Wirkmodell, das beschreibt, welche psychologischen Faktoren Motivation, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden begünstigen.

PERMA beantwortet nicht die Frage:

Wie soll geführt werden?

Sondern vielmehr:

Was brauchen Menschen, um motiviert arbeiten zu können?


Die fünf Dimensionen von PERMA

Positive Emotions

Menschen sind motivierter, wenn sie Wertschätzung, Vertrauen und psychologische Sicherheit erleben. Positive Emotionen fördern Lernbereitschaft, Kreativität und Bindung.

Engagement

Motivation entsteht dort, wo Menschen ihre Stärken einsetzen können und in Aufgaben aufgehen. Sinnvolle Herausforderungen und Handlungsspielräume spielen hier eine zentrale Rolle.

Relationships

Beziehungen sind kein „weicher Faktor“. Ein gutes Arbeitsklima, Vertrauen und Zugehörigkeit wirken direkt auf Motivation, Leistungsbereitschaft und Loyalität.

Meaning

Sinn ist einer der stärksten langfristigen Motivationstreiber. Wer den Zweck seiner Arbeit versteht und einen Beitrag zu etwas Größerem sieht, bleibt engagierter – auch in anspruchsvollen Phasen.

Accomplishment

Erfolge, Fortschritte und Zielerreichung stärken Selbstwirksamkeit. Motivation wächst, wenn Leistung sichtbar wird und anerkannt ist.


PERMA und Motivation im Arbeitsalltag

Viele klassische Motivationsfaktoren lassen sich im PERMA-Modell wiederfinden:

  • Anerkennung
  • interessante Aufgaben
  • gutes Teamklima
  • Sinnhaftigkeit
  • Zielerreichung

PERMA bringt keine neuen Schlagworte, sondern ordnet Bekanntes und macht sichtbar, warum Motivation kein isolierter Faktor ist, sondern das Ergebnis von Rahmenbedingungen.

Oder anders gesagt:

Motivation ist kein Einzelimpuls – sie ist ein Zusammenspiel.


Warum PERMA gerade heute relevant ist

In einer Arbeitswelt mit zunehmender Komplexität, Veränderung und Unsicherheit reicht es nicht mehr aus, Motivation über Zielvereinbarungen oder Anreizsysteme zu steuern.

PERMA lenkt den Blick auf:

  • Nachhaltigkeit statt kurzfristiger Leistung
  • Ressourcen statt Defizite
  • Wirkung statt Absicht

Es hilft Organisationen und Führungspersonen, Motivation nicht zu erzwingen, sondern zu ermöglichen.


Ein abschließender Gedanke

Motivation entsteht dort, wo Menschen:

  • sich sicher fühlen,
  • sich einbringen können,
  • Beziehungen erleben,
  • Sinn erkennen,
  • und Fortschritt sehen.

PERMA liefert dafür keinen Werkzeugkasten, sondern etwas Wertvolleres:
Orientierung.

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